So ein Zirkus

 

„Wollt ihr noch mehr Zirkus?“ Und aus zig Kinderkehlen ertönte ein eindeutiges, einstimmiges und ohrenbetäubend lautes „Jaaaaa!“

Diese Frage stellte André Lauenburger, der Chef des gleichnamigen Schulprojektzirkus, an die Schülerinnen und Schüler der Kilian-Grundschule Scheßlitz am Ende einer gelungenen und faszinierenden Aufführung im Zirkuszelt am Schießgraben in Scheßlitz.

Was war vorausgegangen? Das Schulteam der Kilian-Grundschule Scheßlitz entschied sich in Absprache mit dem Elternbeirat anstelle eines Schulfests für die Kooperation mit dem Zirkus und damit für fast eine Woche Projektunterricht „Manege frei!“. Da wurde von Dienstag bis Freitag in verschiedenen Disziplinen wie Teller drehen, Tücher und Reifen schwingen, Pyramiden bauen, auf der Slackline balancieren, in eine Clownsrolle schlüpfen und einiges mehr mit jeweils einem Profi der Zirkusfamilie trainiert. Die Lehrkräfte unterstützten und betreuten dabei ihre Schützlinge an den verschiedenen Stationen. Viele Kinder konnten neue Erfahrungen sammeln: Ja, es gelang tatsächlich, sich der gewählten Disziplin über mehrere Tage ernsthaft und konzentriert zu widmen, durch Höhen und Tiefen zu gehen, eigene Schwächen zu akzeptieren, aber sich auch über persönliche Erfolge zu freuen, so z.B.: „Schau mal, ich kann Teller drehen!“ Nicht aufgeben stand im Mittelpunkt, immer wieder den Reifen, den Teller oder das Diabolo aufheben, zurück auf die Slackline steigen.

Und dann der krönende Abschluss: Die Aufführungen im echten Zirkuszelt, viel Publikum, tolle Licht- und Nebeleffekte, mitreißende Musik und dazu lag noch Popcornduft in der Luft. Jetzt konnte bestaunt werden, was nach vier Tagen harten Trainings  mit Ausdauer, Durchhaltevermögen, Teamarbeit und einem festen Ziel vor Augen alles erreicht wurde. Eine tolle Show in prickelnder Liveatmosphäre getreu dem Motto „Die Mischung macht’s“  war die Belohnung für die Zirkusgäste, aber natürlich auch für unsere jungen Künstler. Und warum gelang alles so gut? Weil die Akrobaten und Künstler der Familie Lauenburger den Kindern das abverlangten, was sie selbst täglich von sich fordern: „Geht nicht, gibt’s nicht!“
Und unsere Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, als sie ihre Trainer immer wieder während der Vorstellung bei artistischen Höchstleistungen in der Manege bestaunen konnten. Der Lohn für alle Künstler, klein und groß, war bei insgesamt drei Aufführungen starker Applaus und Jubelrufe aus dem Publikum. So manche Unterrichtsstunde gerät bei unserer Schülerschaft bestimmt in Vergessenheit, aber diese Zirkustage bleiben sicher lange in guter Erinnerung! Unter den zahlreichen Ehrengästen konnten wir auch unsere Bürgermeister Roland Kauper, Holger Dremel und Thomas Betz begrüßen. Unsere Bürgermeister waren so begeistert, dass sie sich nach der Vorstellung nochmals persönlich bei der Familie Lauenburger bedankten. Dies tat auch Schulleiter Wolfgang Kühnert beim Finale. Mit einem kleinen Präsent an alle Familienmitglieder lobte er auch die fantastische Vorbildwirkung und den großen Einsatz. „Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen vielleicht in vier Jahren!“

Echte Teamarbeit war gefragt, um dieses Projekt zu ermöglichen. Deshalb bedankt sich das Schulteam bei der Stadt Scheßlitz und dem TSV Scheßlitz für die Bereitstellung des Geländes und der  Sanitäranlagen, beim Elternbeirat unter Leitung von Steffi Lück und Manuela Deppner  und bei vielen Eltern für die Verköstigung bei den Vorstellungen aber auch dafür, dass sie unsere kleinen Künstler  zu den Aufführungen gebracht oder unsere Clowns so farbenfroh und lustig kostümiert haben. Ein weiteres herzliches Dankeschön an Bernhard Herold für die technische Unterstützung vor Ort sowie an unseren Hausmeister Werner Martin und unsere Verwaltungsangestellte Waltraud Goppert für das Erledigen jeder Menge organisatorischer Zusatzaufgaben.

 

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